Mittendrin_Iran

Wie wir mit dem Fahrrad und einem Küken quer durch den Iran reisten

Ende 2017 sind wir als Teil unserer Fahrradweltreise durch den Iran gefahren. Zunächst verlief alles relativ normal und wir waren absolut fasziniert von der Gastfreundschaft der Iraner. Nach ein paar Wochen haben wir dann aber auf einmal ein kleines Küken am Straßenrand einer Autobahn in der iranischen Wüste gefunden und dies sollte alles ändern!

Dies ist die (Kurz-) Geschichte von Hertha, einem Küken aus dem Iran.

Hier sei schon direkt erwähnt, dass es bald auch noch eine längere und ausführlichere Version dieser unglaublichen Geschichte geben wird. Abonniere unbedingt unseren Newsletter, wenn du keine Infos dazu verpassen möchtest.

Aber nun, in vielen Bildern und mit ein paar Worten, die Geschichte von Hertha

Der Iran hat uns vor allem durch die Menschen dort beeindruckt. Die Iraner sind ein unglaublich gastfreundliches Volk. Wir wurden jeden Tag mehrmals angehalten, uns wurde essen geschenkt und wir wurden zu Tee und zu Übernachtungen eingeladen.

Und dann finden wir ein Küken – Unsere Hertha

Irgendwo am Straßenrand in einer leblosen Wüste, liegt plötzlich ein kleines, gelbes Küken. Da wir mit hoher Geschwindigkeit auf unseren Fahrrädern unterwegs sind, fällt sie uns erst im letzten Moment auf! Wir nehmen sie an uns, bauen ihr einen kleinen Schutz aus einem leeren Dattelkarton und beschließen sie zu retten. Natürlich wissen wir nicht 100%ig wie sie hier hergekommen ist, aber wir vermuten, dass sie aus einem Transporter gefallen ist. Sie steht unter Schock, aber atmet und scheint ansonsten kerngesund zu sein.

Kurz darauf treffen wir einen Mann, der uns die ganze Zeit eine wilde Geschichte von seinem Freund Hertha Jungle erzählt. Wir verstehen nicht wirklich was er möchte, aber der Name für Hertha steht fest!

Wir bekommen einen grünen Plastikkorb geschenkt und richten ihn kükengerecht ein. Stroh, ein Stock, eine kleine Box, ein Futternapf und Pappkartons als Windschutz.

Unsere Reise durch den Iran geht weiter. Hertha gedeiht prächtig und wir bekommen viele spannende Orte zu sehen. Wir werden oft von den Iranern eingeladen und bekommen regelmäßig Spaghetti mit Sojabolognese serviert – Eine Art Nationalgereicht im Iran.

Sie wächst und wächst immer weiter und schneller. Im Internet haben wir nachgelesen was sie zu futtern braucht. Haferflocken, Soajagranulat, Grünzeug und Insekten sind die richtige Mischung.

Irgendwann gibt es schon die ersten Flugversuche! 🙂 Mit Michels rotem Regenponcho sorgen wir dafür, das Hertha in ihrer Box vor Regen und Kälte geschützt ist. Wann immer wir eine Pause machen, holen wir sie raus und spielen zum Teil stundenlang mit ihr. In der Stadt Yazd machen wir eine Woche Pause und genießen das relaxen unter einem iranischen Korsi. Das ist eine Heizung, die mit einer riesigen Decke abgedeckt wird, so dass es unter der Decke schön warm ist.

Nebenbei treffen wir hunderte von freundlichen Menschen. Wir sehen Persepolis und Shiraz. Hertha wird immer zutraulicher. Wenn wir sie rufen und mit den Fingern schnipsen, kommt sie zu uns gerannt. (Und ja, das haben wir auf Video ;))

Die Kleine hält uns wirklich auf Trab. Sie piepst und piepst, sobald wir einmal kurz von ihr weggehen. Also ist sie fast immer mit dabei! Entweder bei uns auf dem Schoß oder mit im Zelt wenn wir schlafen gehen. Nach knapp 6 Wochen versuchen wir nochmal sie in die kleine Dattelschachtel zu legen, in die wir sie die ersten Tage transportiert haben. Sie passt schon lange nicht mehr hinein! Sie ist jetzt kein Küken mehr, sondern ein richtiges Huhn.

Es war eine unglaublich faszinierende und wertvolle Erfahrung. Hertha hat so viel Freude, Glück und Abenteuer in unseren Alltag gebracht und wir haben sie dafür mit Liebe überschüttet.

Wir haben unsere Aufgabe erfüllt. Wir haben Hertha gerettet und ihr ein gutes Leben ermöglicht. Wie die Geschichte dann genau weitergegangen ist, wird in der oben schon angedeuteten, längeren Version nachzulesen zu sein. Dazu gibt es in nächster Zeit weitere Infos in unserem Newsletter.


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1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Ihr habt in einem Video den Iran als das gastfreundlichste Land bezeichnet. Das entspricht voll und ganz meinen Erfahrungen. Ich gebe hier zur Bestätigung wörtlich wieder, was ich vor über 20 Jahren mal geschrieben habe:
    “Der Iran entpuppte sich zu unserem Erstaunen als eines der gastfreundlichsten Länder der gesamten Reise. Überall empfingen uns die Leute mit offenen Armen. In einem Lebensmittelgeschäft schenkte man uns Orangen. Auf einem eiskalten Paß erwarteten uns Autofahrer, die uns zuvor überholt hatten, mit heißem Tee. Ein Eisverkäufer reichte uns während der Fahrt zwei Becher Eis aus dem Auto…”

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