Stromversorgung für unterwegs: Das Anker 21 Watt Solarpanel

Solarpanel

Auf unserer Fahrradreise haben wir nicht immer Zugang zu einer Steckdose und so müssen wir auf Alternativen wie ein Solarpanel zurückgreifen, um unsere Smartphones, Kameras, Ebookreader und Powerbanks aufzuladen.

Da wir eigentlich den ganzen Tag draußen sind, bietet sich eine Stromversorgung mittles Sonnenenergie natürlich sehr gut an. Je nach Wetterlage lässt sich heutzutage bereits über ein kleines, faltbares Solarpanel eine beachtliche Leistung erzeugen.

Disclaimer:
Dieser Artikel enthält Partner Links von Amazon. Beim Kauf über einen solchen Link entstehen für dich keine weiteren Kosten, aber du kannst unsere Tour dadurch ein wenig unterstützen. Wir stehen ansonsten in keinem Kontakt mit dem Hersteller und bekommen keine Vergütung für diesen Artikel.

Das Solarpanel im Überblick

Wir haben uns für unsere Reise das “Anker PowerPort 21W 2-Port USB Solarladegerät” gekauft und haben es mittlerweile seit über 10 Monaten in Betrieb. Dabei handelt es sich um ein faltbares, leicht flexibles Solarpanel mit zwei USB Anschlüssen. Die drei Solarzellen sind in ein Polyestergewebe eingenäht und in einer kleinen Seitentasche befindet sich die Elektronik mit den zwei USB Anschlüssen.

Die Maße des zusammengefalteten Panels sind 28.2 x 16.0 x 2.8 cm während es ausgefaltet eine Größe von 67.1 x 28.2 x 0.5 cm hat und dabei 417 g wiegt. Im Lieferumfang ist das Solarpanel, ein 90 cm Micro-USB-Kabel, eine Bedienungsanleitung sowie eine Garantiekarte für 18 Monate Garantie enthalten.

Link zu Amazon: Anker Solarpanel

Wo befestigen wir das Solarpanel?

Mittels zwei Aluminiumrohren haben wir ein Gestänge gebaut, welches sich mit Karabinern an den Ösen des Solarpanels befestigen lässt. Die Stangen lassen sich wiederum mit Gummispannern über den Gepäcktaschen am Gepäckträger befestigen. Durch die Karabiner und die leichte Flexibilität des Panels, hat man genügend Spiel in dieser Konstruktion. Es wirken also keinerlei schädliche Kräfte auf das Solarpanel ein.

So können wir den ganzen Tag gemütlich Radfahren und dabei unsere Geräte aufladen. Ein kleiner Nachteil besteht natürlich dadurch, dass sich das Panel nicht wirklich zur Sonne ausrichten lässt. Bei längeren Pausen oder in der Abendsonne, kann man das Panel dann kurzzeitig nochmal richtig zur Sonne ausrichten. In dieser Kombination sind wir mit der erzeugten Leistung sehr zufrieden!

Welche Leistung bringt das Panel?

Laut Hersteller soll das Panel in optimaler Umgebung 21 Watt Leistung generieren.

In unseren praktischen Tests über den ganzen Tag verteilt, mit Sonne und einigen Wolken und ohne genauer Ausrichtung konnten wir Leistungen von maximal 10 Watt erreichen.
In der Praxis bedeutet dies, dass bei einer Spannung von 5 Volt  (Standard für Telefonladegeräte etc.), Stromstärken von bis zu 2 Ampere erreicht werden können. Bei gleichzeitiger Nutzung von beiden USB Anschlüssen also jeweils 1 Ampere pro Anschluss. Bei normalen Wetterbedingungen erreichen wir durchschnittlich Werte von 5 Volt bei 2 x 0,5 Ampere, also 5 Watt.
Zum Vergleich: ein marktübliches Telefonladegerät liefert bei 5 Volt eine Stromstärke von 0,5 – 1 Ampere (2,5 bis 5 Watt).

Wohlgemerkt, können im Hochsommer bei perfekter Ausrichtung und blauem Himmel noch deutlich höhere Werte als 10 Watt erzielt werden. In einigen Testberichten wird von bis zu 15 Watt berichtet.

Wir sind mit unserer Konfiguration und der erreichten Leistung jedoch schon sehr zufrieden und das Anker Solarpanel liefert uns einen großen Teil der benötigten Energie.

Nur für Radreisen geeignet?

Natürlich ist ein Solarpanel genauso gut für jegliche andere Reiseart geeignet. Ob du zu Fuß unterwegs bist und das Panel an deinen Rucksack schnallst oder es in der Mittagspause zum laden auf dein Autodach legst. Auch wenn du im Sommer auf ein Festival gehst oder einen Strandtag planst, ist ein Solarpanel ein wunderbarer Energielieferant um Handy, Musik und Co. am Laufen zu halten!

Nutzungshinweise und unser Fazit

Wir sind mehr als zufrieden mit unserem Solarpanel. In Europa haben wir es im Sommer fast täglich im Einsatz gehabt, während es die letzten Wochen sicher verstaut in der Radtasche lag. Schnee, Regen und bedeckter Himmel sind nicht die Richtigen Voraussetzungen für Solarenergie. Wenn es an einem schönen Sommertag hingegen anfängt leicht zu nieseln, geht das Panel glücklicherweise nicht direkt kaputt. Die Solarzelle ist Witterungsbeständig und lediglich die USB Anschlüsse sollten vor Feuchtigkeit geschützt werden. Bei stärkeren Regem solltest du es natürlich trotzdem einpacken, da sowieso keine Leistung erzeugt werden kann.

Wir laden mit dem Panel primär unsere Anker Powerbanks auf, welche hervorragend mit dem Panel harmonieren. Es wird kontinuierlich geladen und nach durchschnittlich zwei guten Sonnentagen, ist eine Powerbank mit einer Kapazität von 16750 mAh komplett geladen. Ein Vergleich mit der Berechnung der Kapazität in der Theorie bestätigt unsere Testergebnisse:
Durchschnittliche Stromstärke bei Nutzung von einem USB Anschluss: 1 A bzw. 1000 mA
Sonne pro Tag: 8 Stunden
1000 mA x 8 Stunden/Tag × 2 Tage = 16000 mAh

Du kannst aber auch direkt dein Smartphone (ca. 2000 – 3000 mAh Kapazität), deine Kamera oder ein Akkuladegerät an das Panel anschließen. Die integrierte Elektronik gewährleistet einen angepassten Ladestrom an jedes angeschlossene Gerät. Aufgrund von Wolken und Schatten kann es trotzdem zu Ladeabrüchen kommen, die deinen Geräten schaden können. Deshalb empfehlen wir bei langfristiger Nutzung, lediglich Powerbanks und Akkuladegeräte an das Solarpanel anzuschließen. Wir fahren auf jedenfall sehr gut damit!

Wir freuen uns wenn wir dir mit unserem Review helfen konnten und wie oben bereits erwähnt, kannst du uns ein bisschen unterstützen, indem du über unsere Partner Links bei Amazon einkaufst – Danke!

Das Solarpanel gibt es hier: Anker Solarpanel

Die passenden Powerbanks gibt es hier: Anker Powerbanks

Wenn noch Fragen offen sind, schreibe uns gerne eine Nachricht oder einen Kommentar! Ansonsten wünschen wir dir mit deinem Anker Solarpanel viel Spaß auf der nächsten Fahrradtour!


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14 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich bin dennoch skeptisch. Denn ich kann weder – auch nicht im Sommer – mit 8 Stunden Sonne täglich rechnen – bei bewölktem Himmel dürfte die Leistung beträchtlich sinken. Fahre ich nach Süden, liegt ein Teil der Fläche im Schatten meines Rückens. Bäume werfen ebenfalls Schatten. Dazu kommt das Gewicht von 417 g, dass zulasten meines Flugfreigepäcks geht, wenn ich wieder nach Kanada oder woanders hinfliege.

    • Hi Felix,
      Wir haben genau deswegen geschrieben, dass es sich um Durchschittswerte handelt. Wolken, Schatten vom Körper etc. sind durchaus berücksichtigt. Wir wollten niemandem falsche Versprechungen geben. Wie gesagt erreicht man mit perfekter Ausrichtung und Sonne noch deutlich höhere Werte 🙂
      Wir waren zumindest nie “out of energy” 🙂
      Beste Grüße
      Olga und Michel

  2. Hallo. Ich bin etwas verwundert ob euch das EWERK nicht ausgereicht hat und dieses Wahrscheinlich auch wesentlich effektiver ist. Wie habt ihr das mit dem Laptop gemacht weil das bekommt man ja eigentlich über beide Lösungen nicht aufgeladen.

    Viele Grüße
    Jan

    • Hallo Jan,
      Das E-Werk haben wir auch nach wie vor im Einsatz. Wir laden damit unsere Kamera Akkus auf. Für alle Elektro Geräte wäre es aber zu wenig. Das solarpanel liefert aber auch deutlich mehr Leistung! 🙂
      Laptop laden wir in Hostels etc. an der Steckdose.
      Beste Grüße!

      • Hi Michel,

        vielen Dank komme erst jetzt dazu zu antworten. Habe nun auch die Erfahrung gemacht, dass das Ewerk sehr schwach von der Leistung ist. Die Angaben von dem Ewerk knapp 1,5 Ampere Stromstärke liefern zu können werden jedoch bei weitem nicht erreicht. Nicht mal die 1 Ampere kann geliefert werden. Dadurch ist das Ding für mich ne völlige Mogelpackung oder aber das Gerät wurde bei meinem neuen Fahrrad falsch montiert. Das wird sich dann nächste Woche klären. Habe mir jedenfalls jetzt auch das Panel besort ;-). Danke dann für den Tipp.
        Ganz nebenbei meine große Radreise geht am 6.2. los, kann ich dich / euch noch mal per Mail oder ähnlich kontaktieren um noch ein paar letzte Tipps von euch zu bekommen?

        Gruß
        Jan

        • Moin, kannst uns gerne schreiben! Das ewerk liefert bei uns im schnitt ca. 0.5A. Also soviel wie ein normales handyladegerät. Sind wir mit zufrieden, aber ohne zusätzlichen solarpanel wäre es schon arg wenig. Beste Grüße

          • Ja en normales Ladegerät liegt ja eigentlich bei 1 A und seit ein paar Jahren auch schon eher bei 2 A und mehr aber wie gesagt 1,5 A wie angegeben 0,5 A dem ich zustimmen würde ist dann doch en großer Unterschied. Hätte das Ding mit Akku bloß 20 € oder 30 € gekostet würde ich ja drüber hinweg sehen aber bei 130 € find ich das schon ziemlich frech.

            Ich melde mich dann per Mail bei euch, danke dafür 🙂

  3. Macbook ab 2016 (mit USB-C) lässt sich ohne Probleme per Powerbank laden. Scheinbar kommt irgendetwas zum Einsatz was 5V auf 19V wandelt.

  4. Hallo ,
    vielen Dank für Eure Vorstelllung über Solarpanel.
    Kurze knappe Einfuehrung sehr logisch erklärt . Auch für Frauen was ja nicht immer der Fall ist .

  5. Ich habe ein Rad mit cinq5 The Plug III Ladeadapter – USB Ahead-Kappe und eines mit BM Ewerk 361. Bin mit dem Ladestrom von beiden nicht zufrieden. Sie sprechen von mindestens 15 Km/h um den Notwendigen Strom überhaupt erzeugen zu können. Ich fahre aber schon sportlich außer Berghoch und im Straßenverkehr, erreiche ich die Geschwindigkeit immer. Der Ladevorgang wird ständig unterbrochen … Das sind alles Erfahrungen mit Gebrauchten Handys. Ich habe immer Gebrauchte genommen, vielleicht lag es daran. Habe mir jetzt erstmalig ein neues gekauft, hoffe es wird besser. … Deshalb sehr ich gerade nach alternativen.

  6. Ein Solarpanel für unterwegs ist schon eine feine Sache. Ohne Powerbank allerdings eher suboptimal, da die Endgeräte variierenden Ladestrom nicht so gut verarbeiten können wie eine Powerbank. Schließe ich das Solarpanel direkt ans Handy/Tablet an startet der Ladezyklus bei Schattenschlägen auf das Solarpanel immer von Neuem. Der Ladestrom ist dadurch sehr gering wenn man nicht lange Strecken ohne Schattenschläge fährt. Das Anker Panel hatte ich mir auch angeschaut, hab dann dann aber eines gefunden mit Ladestromanzeige und 28W Maximalleistung. Bei wolkenlosem Himmel und optimaler Ausrichtung lud o.g. Panel mein Tablet in 4 Stunden von 10 auf 90 % auf. Für Radtouren nutze ich beim Fahren die Solarpanel-Powerbank-Kombination und Lade Endgeräte dann mit der Powerbank recht flott ( Powerbank unterstützt Quickcharge Ladefunktion = Kurze Ladezyklen ). Die Ladestromanzeige des Solarpanel zeigt dazu recht zuverlässig die optimale Ausrichtung anhand der Stromstärke an.

  7. Ich habe euren Beitrag über Anker Solarpanel gelesen und mir auch ein Anker PowerPort Solar 21W gekauft und dazu eine PowerCore 20000mAh
    Hatte bis jetzt ein GoalZero Panel 7+. 14mAh! Werde im Juli auf Radtour gehen und die neue Anlage Testen 🚵‍♂️⛺️

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