Tour de France #2 – Am Atlantik

Rausgefahren

Wir sind im Norden von Frankreich und fahren jetzt durch die Bretagne Richtung Südosten an die Atlantikküste. Gestern haben wir uns die Stadt Le Mont Saint Michel angeschaut und uns ein wenig ausgeruht. Die Landschaft hier ist sehr nett und auch das Wetter wird immer besser!

Am nächsten Tag kommen wir in der schönen Stadt Rennes an. Wir fahren gemütlich In die City und in einem kleinen Café machen wir einen Arbeitstag und bringen Blog und YouTube mal wieder auf einen neuen Stand. Abends geht’s Richtung Süden raus aus der Stadt und wir bauen unser Zelt in einem kleinen Waldstück auf. Für unsere Navigationsapp Maps.Me gibt’s jetzt auch einen Fahrrad Routenplaner – das funktioniert ganz gut und die berechnete Route ist eine schöne ruhige Straße. Das werden wir jetzt öfter nutzen! Kurz vor Nantes stoßen wir wie geplant auf den Eurovelo 1. Diesen Radweg wollen wir jetzt bis Spanien entlangfahren. Nachmittags verbringen wir eine schöne Zeit in Nantes und schauen uns die Stadt an. Wir werden von ein paar Leuten angesprochen die wissen wollen was wir machen und ob wir was bestimmtes suchen – sehr nett!

Einen Tag später kommen wir am Atlantik an und sind wieder mal erstaunt wie schnell sich die Landschaften ändern können. Auf einmal alles flach mit wenig Bäumen und die Häuser weiß, mit blauen Fenstern und roten Dachziegeln – sehr mediterran angehaucht und super schön! An der Küste entlang geht es vorbei an einsamen Strandabschnitten und Touristenorten – immer abwechselnd und sehr interessant! Auf dem Radweg sind viele Fahrradfahrer unterwegs und man grüßt fast ununterbrochen und unterhält sich kurz über die jeweiligen Touren – Das gefällt uns richtig gut und wir lernen nette Menschen kennen 🙂 . Wir treffen auf dem Weg Pablo und Fabién aus Italien und Spanien. Die beiden fahren gemeinsam nach Südspanien. Zusammen fahren wir gut 20 km und unterhalten uns übers Radreisen und unser Equipment. Danach verabschieden wir uns und machen eine kleine Pause. Als wir weiterfahren treffen wir die beiden nochmal wie sie gerade unter einem Baum liegen und ihre Route planen 😉 . Wir fahren lachend und grüßend vorbei und als wir ca. 20 km später noch eine kleine Pause machen kommen die beiden in Begleitung von ein paar Rennradfahrern nochmal lachend an uns vorbei! Abends schlagen wir unser Lager neben der Straße auf und kochen uns ein leckeres Nudelgericht. Morgens stehen wir ein bisschen früher auf und nach ca. 500 m, an der ersten Kreuzung, kommen genau im gleichen Moment Pablo und Fabién aus der rechten Seitenstraße! Wir schauen uns nur grinsend an und sie erzählen uns dass sie bei einer Französin übernachtet haben. Wir schnacken noch kurz und dann verabschieden wir uns endgültig – zwei sehr nette Menschen!

Auf dem Weg von La Rochelle nach Rocheforte treffen wir Marie. Marie hat ihre Wohnung in Paris aufgegeben und sich einfach auf ihr Fahrrad gesetzt um gemütlich Frankreich zu erkunden. Wir sind fasziniert von ihrer minimalen Ausrüstung und auch mit ihr unterhalten wir uns sehr nett und fahren gemeinsam am Atlantik entlang. Sie hat ein Auslandsemester in Deutschland gemacht und spricht sehr gut Deutsch – echt nett mal wieder mit jemandem auf deutsch zu reden 🙂 . Hinter Rocheforte beginnen langsam die Weinberge von Bordeaux und die Landschaft ändert sich wieder drastisch. In Bordeaux übernachten wir bei unserem Warmshowers Host Paco. Interessanterweise treffen wir ihn aber nicht, da er selber grade auf Radreise durch Frankreich ist. Stattdessen treffen wir uns mit einer Bekannten von ihm die uns die Schlüssel zu seinem Appartement gibt. Wir freuen uns riesig über dieses Vertrauen und haben jetzt für 3 Tage ein Appartement für uns alleine! Fast zumindest denn kurz später kündigen sich Freunde von Michel an, die in Biarritz in Südfrankreich für eine Veranstaltung gearbeitet haben. Kurz darauf sitzen wir also zu fünft an unserem Esstisch und lassen uns Kaffee und Kekse schmecken! Richtig schön nochmal mit guten Freunden zusammenzusitzen – Danke Jungs! Später fahren sie weiter nach Deutschland und wir erkunden mit unseren Rädern die City. Abends nutzen wir die Annehmlichkeiten unseres Appartements voll aus – wir machen uns einen riesen Berg Pizza und schauen über den Beamer einen guten Film 🙂 ! Am nächsten Tag arbeiten wir wieder mal ein wenig an Blog und YouTube. Abends backt Olga uns zur Belohnung ein großes Blech Schokokuchen und wir genießen unseren letzten Abend in Bordeaux.

Morgens gehts wieder los und zurück Richtung Atlantik. Die Landschaft ist geprägt von Pinienwäldern und es gibt super schöne Radwege. Wir machen einen kleinen Abstecher nach Bayonne, den dort findet gerade ein großes Volksfest statt – die Fête de Bayonne. Wir machen uns mit ein paar Kaltgetränken einen netten Abend in der Stadt und campen in einem kleinen Park am Stadtrand. Es sind soviele Menschen in der Stadt und überall stehen kleine Zelte und Campingvans – wir fallen also gar nicht auf 🙂 . Als wir am nächsten Morgen weiterfahren sehen wir irgendwann zum ersten mal die Gipfel der Pyrenäen – ziemlich hoch finden wir und fahren mit etwas weniger Euphorie den Bergen entgegen.. 😉 . Über Biarritz geht’s entlang am Meer nach Sean Jean wo wir noch einen gemütlichen Tag am Strand verbringen. Abends finden wir einen tollen Campingspot an der Küste und verbringen unsere vorerst letzte Nacht in Frankreich.

Jetzt fahren wir nach Hendaye wo nach einer wundervollen Strecke und einer sehr schönen Zeit in Frankreich der Eurovelo 1 endet. Wir schauen uns die Stadt an und fahren dann über eine Brücke nach Spanien und in die Pyrenäen…

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Ihr Beiden,

    Tolle Tour und tolles Standing von Euch. Es macht Spaß, Euch beide auf der Rour zu begleiten. Ein bisschen Neid ist auch dabei. Nachdem wir dieses Jahr in Schweden war, wünscht sich meine große Tochter, nächstes Jahr nach Frankreich zu fahren. Daher finde ich Euren Bericht über den Eurovelo 1 sehr interessant. Ich hatte dieses erst einmal ausgeklammert, aber es klingt wirklich super. Wie sieht es eigentlich mit den Höhenmetern dort aus … sehr hügelig ? Gibt es eigentlich viel Campingplätze ? Oder habt Ihr nur wild gezeltet ?

    Weiter so …

    Gruß
    Andreas

    • Hallo Andreas!
      Danke für deinen netten Kommentar 🙂 Ein bisschen hügelig wurde es eigentlich erst ganz im Süden so ab Bayonne. Aber mehr als 200 Höhenmeter waren das auch nicht. Ansonsten fast die ganze Zeit sehr nahe am Atlantik und bis auf wenige Ausnahmen sehr schöne Radwege. Campingplätze gibt es sehr viele, alle 10km sollte wohl durchschnittlich einer sein. Wir haben allerdings ausschließlich wild gecampt, was auch hervorragend funktioniert hat! 🙂
      Beste Grüße
      Olga & Michel

  2. Hallo ihr beiden,

    damit ihr aufgrund der vielen stillen Leser nicht denkt, ihr seid alleine, gibt es auch von mir einen kurzen Kommentar. 😉

    Wie immer schön geschrieben und man möchte am liebsten mitfahren. Macht wirklich Spaß euch so zu begleiten und mit dabei zu sein, wie ihr die Welt erkundet. Viele von uns werden das so leider niemals selber erleben, insofern ist es toll, eure Geschichten zu lesen.

    Bleibt gesund und viel Spaß auch weiterhin. 🙂

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