Unsere Tipps und Erfahrungen zum Kochen auf Fahrradreise

Auf unserer Fahrradweltreise kochen wir unsere Mahlzeiten größtenteils selbst und gehen eher selten ins Restaurant. In den letzten 2,5 Jahren unserer Reise konnten wir viele Erfahrungen sammeln, worauf es ankommt lecker, günstig und schnell zu kochen. Im Folgenden wollen wir unsere Tipps und Erfahrungen zum Kochen auf Fahrradreise mit dir teilen!

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Wo kochen wir?

Meistens zelten wir und damit ist unsere Küche größtenteils auf dem Boden vor unserem Zelt. Wichtig ist vor allem eine sichere Kochstelle zu haben. Das bedeutet, dass der Brenner sicher steht, dass keine brennbaren Gegenstände oder Pflanzen in der Nähe sind und dass man für den Notfall sofort eine Flasche Wasser griffbereit hat. Zusätzlich haben wir ein kleines Metallblech, welches wir unter den Brenner legen um die Hitze zu reflektieren. Im Optimalfall stellen wir den Brenner auf eine steinige oder sandige Fläche, dann kann kaum noch was passieren. Wenn wir in Hostels oder bei Warmshowers Hosts übernachten haben wir natürlich eine normale Küche zur Verfügung. Der Schwerpunkt dieses Artikels soll jedoch auf dem Kochen in der Wildnis und beim Zelten liegen.

Womit kochen wir?

Der Primus Omnifuel 2

Der Primus ist ein Brenner, der mit verschiedenen Brennstoffen betrieben werden kann. Es kann Gas, Benzin, Diesel, Petroleum und Kerosin genutzt werden, wobei wir größtenteils mit normalem Benzin von der Tankstelle kochen. Wir sind absolut zufrieden mit dem Brenner und würden definitiv nochmal den gleichen kaufen. In Indien ist uns irgendwie die Regulierspindel verbogen, so dass man die Flamme kaum mehr regulieren konnte. Eine kurze Nachricht an Primus reichte aber und wir haben anstandslos Ersatz zugeschickt bekommen. Also ein ebenso guter Kundenservice, was insbesondere bei einer längeren Reise richtig wertvoll sein kann!

Unser selbstgebauter Hobo-Stove

Das einzige was uns an unserem Primus Brenner stört, ist dass wir auf chemische Brennstoffe angewiesen sind. Deswegen haben wir seit kurzem auch einen selbstgebauten Hobo-Stove dabei, auf dem wir mit Holz kochen können.

Das Prinzip ist ziemlich simpel. Der Topf steht auf einer Art Blechdose, in der ein kleines Feuer brennt. Durch die Luftöffnung im unteren Bereich des Ofens verbrennt das Holz deutlich effektiver als an einem normalen Lagerfeuer.  Ebenso erreicht man eine bessere Energiezufuhr an den Kochtopf und da die Verbrennung nur in der Metalldose stattfindet, ist es auch deutlich sicherer als ein Lagerfeuer.

Wir nutzen den Hobo-Stove an Campingspots wo es Holz gibt und wo wir abseits von anderen Menschen sind, da der Rauch und die Flammen schon ein bisschen mehr Aufmerksamkeit erregen können. Das schöne ist nämlich auch, dass man nach dem Kochen noch ein kleines Lagerfeuer in der Dose machen kann. Perfekt für einen schönen Abend am Zelt! Insbesondere morgens nutzen wir aber meistens weiterhin unseren Primus, da es einfach schneller geht, man kein Holz sammeln muss und der Topf hinterher nicht so dreckig ist.

Wartung am Brenner

Unseren Primus müssen wir je nach verwendetem Brennstoff mal öfters und mal weniger oft reinigen. Gas verbrennt sehr sauber, Reinigungsbenzin ebenso, aber das Benzin aus Indien und Nepal war ziemlich schlimm. Bis Indien haben wir den Brenner vielleicht alle 4 Monate mal gereinigt und auseinandergeschraubt. In Indien mussten wir das fast alle 3 Wochen machen, da das Benzin so unsauber verbrannte und man nirgends an Gaskartuschen gekommen ist. Man kann den Brenner jedoch sehr einfach komplett in seine Einzelteile zerlegen und dann wunderbar reinigen.

Der Hobo-Stove ist absolut wartungsfrei und wird, sofern Holz vorhanden ist, immer funktionieren! Das ist auf jeden Fall ein weiterer Vorteil.

Was kochen wir?

Wir haben nur einen Topf dabei und daher nicht so viele Möglichkeiten. Meistens gibt es verschiedene Eintöpfe mit Getreide, Gemüse, Hülsenfrüchten und Nüssen. Manchmal kochen wir auch zuerst Reis, Nudeln, etc. und danach im gleichen Topf eine Art Curry oder Sauce. Zum Frühstück gibt es meistens Haferflocken mit Obst, Zucker oder Rosinen.

Weitere Infos:

In diesem Blogartikel gehen wir nochmal näher auf die vegane Ernährung auf einer Fahrradreise ein.

Auf YouTube haben wir zusätzlich gerade ein Video zu unserem Wocheneinkauf in Thailand veröffentlicht. Dort kannst du nochmal sehen was wir so einkaufen!

Welche Gewürze haben wir dabei?

Ohne Gewürze geht bei uns nichts, denn wer will nach einem langen Radtag schon ein fad schmeckendes Abendessen haben? Wir richten uns bei unserer Gewürzwahl meistens an die lokal vorhandenen Produkte. So gibt es in Frankreich Kräuter der Provence, im nahen Osten Kreuzkümmel, in Zentralasien verschiedene Plov-Gewürzmischungen, in Indien Masala-Gewürzmischungen und in Süd-Ost-Asien Currypasten.

Trotzdem haben wir folgende Gewürze eigentlich immer dabei:

  • Salz & Pfeffer
  • Curry
  • Kreuzkümmel
  • Kurkuma
  • Zimt
  • Chili

Wir lagern unsere Gewürze platzsparend und absolut dicht in kleinen Zipbeuteln.

Welche Nahrungsmittel sind am günstigsten?

Stärkebasierte Lebensmittel sind weltweit Grundnahrungsmittle und somit definitiv am günstigsten. In so gut wie jedem Geschäft gibt es irgendeine Form von Brot, Reis, Hülsenfrüchten, Pasta und anderem Getreide. Je nach Land gibt es immer leichte Unterschiede, aber diese Produkte sind im Durchschnitt immer am günstigsten. Dazu kaufen wir viel lokales Obst und Gemüse ein, was meistens ebenso günstig ist.

Die am schnellsten zubereiteten Gerichte

Frühstück

Haferflocken + Wasser + Rosinen + Zucker mischen und etwa 5 Minuten durchziehen lassen.

Mittagessen

Mittags kochen wir nicht. Also meistens die Reste von gestern Abend oder Obst.

Abendessen

Couscous, Gewürze und Salz in eine Schüssel/Teller geben. Kochendes Wasser drüber gießen und etwa 5 Minuten ziehen lassen. In der Zwischenzeit frisches Gemüse wie Gurken, Tomaten, Zwiebeln, Kohl oder Salat kleinschneiden. Das Gemüse über den Couscous geben, fertig!

Unser Lieblingsgericht?

Das ändert sich immer so schnell! Jeden Tag sind wir immer wieder begeistert von unseren schmackhaften Zaubereien! In Thailand haben wir jetzt sehr oft Thai-Curry mit Gemüse, Zitronengras und Kokosmilch gekocht. Dazu gibt es hier natürlich Reis.

Wie machen wir den Abwasch?

Da wir größtenteils ohne Öl kochen, lässt sich unser Geschirr sehr einfach mit nur geringen Mengen an Wasser abwaschen. Alle paar Wochen kaufen wir uns einen neuen Schwamm. Seife oder Geschirrspülmittel nutzen wir nicht. Wenn wir an einem Bach oder See sind, holen wir uns Wasser in unserer faltbaren Schüssel.

Unsere Ausrüstung zum Kochen

Hier haben wir unsere gesamte Ausrüstung zum Kochen aufgelistet:

Was kostet es jeden Tag selbst zu kochen?

Wir führen eine ausführliche Statistik über unsere gesamten Ausgaben. In den letzten zweieinhalb Jahren haben wir pro Person durchschnittlich 4,30€ pro Tag für Nahrungsmittel ausgegeben. Das sind für uns beide also ungefähr 260€ im Monat, wobei hier auch gelegentliche Restaurantbesuche inbegriffen sind!

Sind Restaurants eine gute Alternative?

Das kommt wirklich drauf an wo man sich befindet. Wir waren die ersten zwei Jahre auf unserer Fahrradweltreise eigentlich kaum in Restaurants, da sie immer viel zu teuer waren. Erst ab Indien und Nepal haben wir angefangen in kleinen Restaurants und Straßenküchen zu essen. Das Essen ist hier so günstig, dass es sich fast nicht lohnt selbst zu kochen. Dazu hat man den Vorteil, dass man die echte lokale Küche kennenlernt und man sich auch einfach Zeit spart, weil man nichts selbst zubereiten muss.

Wir genießen es jedoch sehr unser eigenes Essen zu kochen und gehen nur manchmal in Restaurants oder Straßenküchen essen. Und dann eigentlich auch nur mittags, da es uns abends viel zu nervig wäre erst zu essen, dann noch weiterzufahren und nach einem Zeltplatz zu suchen. Wenn wir gegessen haben wollen wir nur noch gemütlich am Zelt sitzen und entspannen!

Hast du noch weitere Fragen oder Anregungen zu dem Thema? Schreibe uns einfach eine Nachricht oder einen Kommentar!


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4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Ihr zwei,
    ich sehe, Ihr nutzt auch den 10l-Wassersack von Ortlieb. Den hatte ich auch mal, war für Trinkwasser allerdings absolut unbrauchbar, da das ganz schnell nach Plastik schmeckte. Habt Ihr das Probem nicht?
    Viele Grüße und weiterhin gute Reise!
    Tom

  2. Hallo zusammen, ich habe villeicht nicht alle euere Videos gesehen aber fast alle,
    Meine Frage ist, lebt ihr vom euer Ersparnisse oder habt ihr etwas Einkommen deurch Unterstützungen von Fan’ s oder YouTube und und ?
    Ich wünsche euch noch eine gute und gesunde Reise
    MfG metin Ucan

    • Hallo! Bis jetzt können wir nach wie vor von unseren Ersparnissen leben. Dennoch haben wir mittlerweile ein kleines Einkommen durch unseren Blog/YouTube/Postkarten und Spenden!

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