Radfahren für Anfänger – Die Niederlande

Die Niederlande sind wirklich ein sehr tolles Fahrradland. Das Knotenpunktsystem hat sich fast die ganze Zeit als sehr komfortabel erwiesen. Auf unserer Fahrt haben wir uns trotzdem 2-3 mal verfahren. Das lag eventuell daran, dass doch nicht alle Schilder vorhanden waren, oder wir etwas zu ungenau geschaut haben – aber wir sind immer angekommen!

Von dem Campingplatz in Amsterdam fahren wir Richtung Rotterdam. Vorher haben wir uns über warmshowers eine Übernachtungsmöglichkeit organisiert. Die ca. 90 km bis Rotterdam haben wir dann in zwei Tagen zurückgelegt. Am Ersten Tag hat es fast die ganze Zeit heftig geregnet, so dass wir unser Zelt nicht im trockenen aufbauen konnten. Wir haben dann im Vorzelt gekocht und irgendwann wurde es auch ein bisschen weniger mit dem Regen. Am nächsten Tag hatten wir Glück mit dem Wetter; wir sind in strahlendem Sonnenschein aufgewacht. Das haben wir genutzt um unsere Sachen an dem nahegelegen Fahrradweg zu trocknen – unter den Augen der skeptischen Fahrradpendler. Hier und da ein freundliches guten Morgen hat uns sehr gefreut und eine nette Dame bat uns sogar eine Dusche und Waschmaschine an. Da wir Abends unseren Termin (und eine Dusche) in Rotterdam hatten, lehnen wir das Angebot jedoch ab.
Nachdem unsere Sachen trocken waren ging es weiter auf den schönen Fahrradwegen der Niederlande.

Als wir in Rotterdam bei unseren Gastgebern Tim und Katrina ankamen, haben sie uns schon vom Balkon zugewunken! Wir durften unsere Räder in den Keller stellen und den Rest unserer Sachen in ihrer Wohnung lagern. Danach fahren wir zusammen mit Katrina durch die Stadt und sie gibt uns eine nette Rundfahrt mit vielen Informationen. Eine tolle Stadt, die aufgrund der Zerstörung während des Krieges eine ganz eigene Architektur im Vergleich zu anderen Städten der Niederlande hat. Zwar auch ein paar alte Gebäude mit einem typischen Stil wie z.B. Amsterdam, aber dazwischen neue und moderne Häuser und teilweise sehr hohe Wolkenkratzer. Das gibt dieser Stadt einen einmaligen Charme! Zwischendurch gab es noch 2 Bier in unterschiedlichen kleinen Brauereien – sehr lecker! Abends kochen wir zusammen und über unsere Reise und ihre geplante Fahrradreise nach Neuseeland. Ein sehr schöner Tag!

Morgens darauf brechen wir in Richtung Dotrecht auf. Hier haben uns Martijn und Pascalle schon erwartet. Die beiden haben wir bei uns in Hamburg kennen gelernt, als sie über airbnb in unserer Wohnung übernachtet haben. Damals hatten sie uns zu sich nach Hause eingeladen und wir haben die Einladung dankend angenommen. Martijn hat uns freundlich empfangen und mit ihm zusammen machen wir auch hier eine tolle Stadtrundfahrt. Abends kam Pascalle mit einer Freundin die auch zu Besuch war. Die beiden sind tagsüber in Amsterdam gewesen. Zusammen haben wir dann ein sehr leckeres Abendessen genossen und uns nett unterhalten.

Am nächsten Morgen sind wir Richtung Belgien losgefahren. Trotz Umwegen, Gegenwind und Regen haben wir es bis an die Grenze geschafft!

Da die Niederlande sich nicht für die EM qualifiziert hatten, haben wir bis dahin kaum etwas davon mitbekommen. Gleich hinter der Grenze haben wir dann festgestellt, dass Belgien wohl dabei ist – überall Fahnen, Wimpel und Deko in den Farben der belgischen Nationalflagge. Kurz darauf dann auch der erste große Platz mit public-viewing. Das war schon ziemlich witzig!

Wir haben abends einen schönen Platz im Wald gefunden, wo wir unser Zelt aufschlagen konnten. Gekocht haben wir mit Lebensmitteln, die Martijn und Pascalle uns netterweise aus ihrer Speisekammer überließen.
Wir sind sehr glücklich, dass wir nun tatsächlich unser erstes Land komplett durchradelt haben und steigen müde von den letzten Tagen in unsere Schlafsäcke. Jetzt geht es weiter Richtung Antwerpen..!

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